UKW – Das Analogradio tritt in den Ruhestand.

Wer Radioprogramme heute noch analog hört, tut dies via UKW. Rund 850 Sender versorgen die Schweiz flächendeckend mit den Programmen der SRG. Mit einem handelsüblichen UKW-Radio bietet diese Technologie bei störungsfreien Empfangsverhältnissen einen guten Stereosound. Der Bundesrat erteilte der SRG 1999 die Konzession zum Aufbau eines DAB-Netzes. Die SRG wird ihre UKW-Sender im August 2022 abschalten, die Privatradios spätestens im Januar 2023. Beim Kauf eines neuen Radiogerätes sollten Sie also unbedingt auf integriertes DAB+ achten.


Empfang/Frequenzen

So einfach empfangen Sie UKW.

Falls Sie über einen geeigneten UKW-Empfänger verfügen, müssen Sie nur noch die richtige Empfangsfrequenz einstellen. Die genauen Einstelldaten finden Sie in unserem Senderverzeichnis.

Autoradios, die mit RDS (Radio Data System) ausgerüstet sind, ersparen Ihnen die Frequenzsuche. Denn so stellt sich der Empfänger automatisch auf die beste Empfangsfrequenz ein und zeigt Ihnen via Display erst noch an, welches Programm eingestellt ist. Oftmals samt Titel und Interpret des aktuellen Musikstücks.

Die Ruhestandspläne des UKW.

Um dem ökonomischen und benutzerfreundlichen digitalen Radio die Zukunft zu ebnen, erteilte der Bundesrat am 17. Februar 1999 der SRG die Konzession zum Aufbau eines DAB-Netzes in der Schweiz. Dieses wurde mittlerweile bereits beinahe komplett durch den neueren Standard DAB+ ergänzt.

Die «Digitale Migration» ist das gemeinsame Projekt der Schweizer Radiobranche. Sie hat sich darauf geeinigt, den Wechsel von UKW auf die digitale Verbreitung via DAB+ in den Jahren 2022 und 2023 umzusetzen. Die Mitglieder des Verbands Schweizer Privatradios (VSP), der Union Romande des Radios Régionales (RRR), der Union nicht-gewinnorientierter Lokalradios (Unikom) sowie der SRG haben dem Vorgehen in allen Landesteilen zugestimmt. Demnach wird die SRG ihre UKW-Sender im August 2022 abschalten, die Privatradios spätestens im Januar 2023.

Falls Sie also den Kauf eines neuen Radioempfängers planen, empfehlen wir ein Gerät mit integriertem DAB+. Mehr Informationen dazu finden Sie in unseren Ratgebern.


RDS

RDS - Zusätzliches über das UKW-Signal.

Mit RDS (Radio Data System) lassen sich auch unhörbare Daten und Informationen über die UKW-Sender transportieren. Sobald der RDS-UKW-Empfänger diese Daten decodiert, können sie gewisse Steuerfunktionen auslösen oder Informationen anzeigen. Zum Beispiel:

  • PI (Programm Identification): Kennziffer, die das Programm eindeutig identifiziert.
  • PS (Programm Servicename): Anzeige des eingestellten Programms am Empfänger (z.B. Radio SRF 1).
  • TP (Traffic Programm) und die TA (Traffic Announcement): Diese dienen der Kennzeichnung der Verkehrssender und der Durchsage bei Verkehrsinformationen.
  • RT (Radiotext): Weitergehende Infos zu den gesendeten Programmen wie Titel, Interpret etc.
  • AF (Alternative Frequency): Diese dienen dem Empfänger dazu, die Sendefrequenzen der Sender mit dem gleichen Programm schnell zu finden. Diese Funktion ist vor allem unterwegs im Auto von Bedeutung.
  • CT (Clock Time): In den CT - Daten wird die aktuelle Zeit übertragen, welche dann im Empfänger auch angezeigt werden kann.
  • TMC (Traffic Message Channel) ist ein Verfahren zur Übertragung von Verkehrs- und Reiseinformationen für Navigationsgeräte.
  • EON (Enhanced Other Network): Ermöglicht unter anderem den Empfang von Verkehrsfunk, wenn der gewählte Sender keinen eigenen Verkehrsfunk anbietet.

RDS sucht, wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, laufend nach der Frequenz, über die Sie Ihren Sender optimal empfangen und schaltet gegebenenfalls selbständig um. Zudem kann RDS ein stummgeschaltetes oder im CD-Betrieb stehendes Gerät für die Verkehrsdurchsage aktivieren.


FAQ

FAQ - Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Nein. Jede Antenne bedarf einer Konzession des Bundesamts für Kommunikation (Bakom). In dieser Konzession ist festgelegt, mit welcher Sendeleistung die Antenne betrieben werden darf. Achten Sie jedoch stets darauf, eine gute Antenne zu verwenden und den Empfänger auf die beste Empfangsfrequenz einzustellen.

FM steht für Frequenzmodulation, eine Modulationsart, die für UKW eingesetzt wird.

RDS steht für Radio Data System, das die Übertragung von ergänzenden Daten und Informationen in einem UKW-Kanal erlaubt. Der RDS-Empfänger nutzt diese zum Beispiel für die Programmanzeige und die Kennung von Verkehrsdurchsagen.

UKW steht für Ultrakurzwelle und bezeichnet das Frequenzband von 87,5 bis 108,0 MHz für die Verbreitung von Stereo-Radioprogrammen in analoger Technik.

Damit Sie Ihr Lieblingsprogramm störungsfrei über UKW empfangen können, müssen Sie am Radiogerät die richtige Frequenz einstellen, die je nach Programm und Region variiert.

Die Empfangsfrequenzen aller Radioprogramme der SRG können Sie hier abfragen.

Das Programmangebot ist je nach Sprachregion verschieden. Mit der Frequenzsuche auf Empfang/Frequenzen haben Sie die Möglichkeit, alle ausgestrahlten SRG-Programme an Ihrem Wohnort abzufragen. In der ganzen Schweiz können Sie auf alle Fälle drei Radioprogramme der SRG empfangen.